Zu Nelson Mandelas einundneunzigstem Geburtstag am 18. Juli 2009 sammelten die Mädels und Jungs von Zoopy, einer südafrikanischen social media community, in den Straßen von Johannesburg Glückwünsche für den Jubilar.
Möge Madiba noch ein paar Jährchen in Frieden und Liebe in der Regenbogennation leben können.
Nelson Mandela der vielgelobte wie auch -kritisierte erste Präsident eines freien Südafrikas hatte am 18. Juli diesen Jahres sein großes Jubiläum: 90 Lenze zählt der Friedensnobelpreisträger seit gestern.
In einem äußerst sehenswerten Video erinnert die BBC an Mandelas Schaffen, seine Rückschläge, aber auch an seine Triumphe.
Robbie Wessels Song Leeuloop (sprich: ljiuluep) war der Renner in Südafrika. Beliebt war und ist das Liedchen bei Jung und Alt. Jedenfalls bei den Meisten.
Deshalb benutzte Vodacom, die größte südafrikanische Telefongesellschaft den besungenen “Löwengang” nämlich auch in seinem Werbeclip. Vor weit gut einem Jahr wurde er allerdings abgesetzt. Selbsternannte Sittenwächter hatten sich über die Anzüglichkeiten, “Peinlichkeiten” und Doppeldeutigkeiten (nicht nur) im Text beschwert.
Leider lässt sich auch im allwissenden, weltumspannenden Netz keine Erklärung für den eigentlichen Sinn des Liedes finden. In einer Mischung aus ins Ohr gehender Melodie, Rhythmus, Witz und übertriebenem Machogetue besingt Robbie Wessels das Verhalten betrunkener Männer beim Versuch, wie ein Löwe zu gehen (psst, indem sie sich die Hosen herunterziehen und – ihre balle zwischen die Beine geklemmt – auf allen Vieren laufen).
Was Mobiltelefone mit Tennis-, Kricket- oder sonstigen Bällen und vor allem Löwen zu tun haben, entzieht sich meiner Kenntnis. Trotzdem ist der Leeuloop cool und die meisten Leute stehen auf dem Standpunkt, das Ganze doch mit etwas mehr Humor zu sehen.
Recht haben sie!
Hier ist der Text auf Afrikaans (die Sprache ist eigentlich ganz leicht):
daar is n lelike ding wat kopwys
in parys
iets heeltemal anders as n bike race
of n kopluis
of by bachelor parties muis wys
op n barstoel by n braai – auf einem Barhocker bei einem Braai (Südafrikan. Grillparty)
sit n ou en eet sy slaai – sitzt ein Kerl und ist seinen Salat
asseblief my lief se ja – bitte meine Liebe, sag “ja”
kan ek leeuloop – kann/darf ich laufen wie ein Löwe
die ouens het mooi gevra – die Kumpels haben schön gefragt
nou as jy weet wat die leeulop is – jetzt da du wei?t, was der leeuloop ist
en jy weet waar die leeu moet rus – und du wei?t, wo der Löwe sich ausruht
maak jou broek en jou belt los geleidelik – öffne deine Hose und deinen Gürtel schonmal
die leeuloop is baie verleidelik – der leeuloop ist sehr verlockend
en ek gaan hom nou stap vir stap verduidelik – und ich werde ihn jetzt Schritt für Schritt “verdeutlichen”
knyp twee balle vas tussen jou bene – klemm zwei Bälle fest zwischen deine Beine
met jou hande en jou knee op die stene – mit deinen Händen und deinen Knien auf die Steine
trek af jou broek en brul – zieh deine Hose aus und brülle
as jy wil – wie du willst
solank jy net leeuloop – solange du nur läufst wie ein Löwe
Gestern Abend taten wir uns die neue Suzifilm-Produktion an, “And the Kola Nut Said No!”, die Premiere hatte.
Ich hatte mich sehr darauf gefreut (“juhu, endlich mal wieder ein Streifen mit Thema Afrika!”).
Witzig war allein die Atmosphäre im Kommunalen Kino, da alle SchauspielerInnen und Crewmitglieder anwesend waren und zumeist noch Freunde mitgebracht hatten. Der Film an sich war schlichtweg eine Zeitverschwendung. Ich würde gerne sagen “liebevoll und mit viel Mühe gestaltet”, aber nichts dergleichen trifft zu. Wenigstens hat er eine Botschaft, die man auch versteht, wenn man denn möchte.
Allen Protesten und Befürchtungen,1518,508888,00.html zum Trotz hat RTL II gestern den ersten Teil seiner rassistischen, sexistischen und Menschen zu Klischees erniedrigenden Doku-Soap Willkommen in der Nachbarschaft ausgestrahlt. Darin buhlen soziale und – in Deutschland – eventuell zur Provokation neigende “Randgruppen”, wie Schwarzafrikaner, Punks, Transsexuelle und Palästinenser, um die Gunst spießiger Berliner Vorstadtnachbarn. Denn wer am Ende akzeptiert wird, dem winkt ein 250.000-Euro-Haus.
BAB EL WEB (2005) von Merzak Allouache ist ein einfallsreich erdachter und wundervoll witziger Spielfilm. Dass er im diesjährigen Film-Forum im Kommunalen Kino in Freiburg gezeigt wurde, lässt erahnen, dass er sich – wenn auch nur im weiteren Sinne – mit Migration befasst.
Im Rahmen des fünften Pan-African Music Festivals, das dieses Wochenende in Brazzaville, Kongo, stattfand, kam es zu massiver Kritik an den Organisatoren. Diese hatten eine Musik- und Künstlergruppe Pygmäen in einem Zelt im Zoo untergebracht
Die Gruppe, zwanzig Personen, darunter zehn Frauen und ein drei Monate altes Baby, mussten sich ein Zelt teilen, während die übrigen KünstlerInnen des Festivals in Hotels der Hauptstadt untergebracht waren.
Mit Flight from Heaven (2003) und Promised Paradise (2005) wurden im diesjährigen Film-Forum gleich zwei Werke des niederländisch-javanischen Regisseurs Leonard Retel Helmrich gezeigt, der damit seine 2001 begonnene Studie über die Bevölkerung Indonesiens gelungen fortsetzt.
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Sisters in Law (Großbritannien, Kamerun 2005) ist die neueste Produktion von Kim Longinotto – bekannt u. a. durch ihre letzte Produktion “The Day I Will Never Forget” – und Florence Ayisi.
Gedreht in der kamerunischen Stadt Kumba zeigt der Film die Courage, den Mut und die Stärke seiner Protagonistinnen – allen voran der beiden Richterinnen Vera Ngassa und Beatrice Ntaba – anhand von Geschichten und Dramen, die sich rund um die jeweiligen Gerichtsverhandlungen abspielen: …
LE BATELIER DE LA RUMBA – On the Rumba River von Jacques Sarasin (Frankreich, Kongo 2006)
Papa Wendo ist eine lebende Legende: Im Jahre 1925 geboren und früh schon zum Waisen geworden, verdiente sich Papa Wendo seinen Lebensunterhalt zuerst als Fährmann, danach als Boxer, bevor er Sänger wurde. Sein Lied “Marie-Louise” verhalf ihm zum Durchbruch, zum Ruhm – und zur Exkommunizierung. Das Lied war den belgischen Missionaren zu brisant. Dabei handelte es nur von der großen Liebe. Im Volk schrieb man ihm jedoch magische Kräfte zu. Papa Wendo war also der Star der kongolesischen Musik, besonders des Rumba.