Jun 6th, 2009 Posted in Atom | no comment »
“Jetzt muss auch dem Letzten klar werden, dass wir in Deutschland mit unserer Kernenergieausstiegsposition völlig isoliert sind.” So sprach Walter Hohlefelder, Präsident des Deutschen Atomforums, nach dem Pro-Atom-Beschluss der schwedischen Regierung.
Genau, Herr Hohlefelder — mal abgesehen von Griechenland, Österreich, Irland, Dänemark, Norwegen und Portugal, die keine AKW haben und keine wollen; mal abgesehen von Spanien und Belgien, die einen langfristigen Atomausstieg beschlossen haben, und mal abgesehen von Italien und Polen, wo ebenfalls keine Reaktoren stehen und wo die jetzt angekündigten Neubauprojekte angesichts der Finanzkrise immer unwahrscheinlicher werden.
Man könnte auch sagen, dass Frankreich und Finnland “völlig isoliert” sind — weil sie als einzige Länder in Westeuropa jeweils ein neues AKW bauen.
So erschienen in: Kurzmeldungen, Rundbrief 4, Frühjahr 2009, www.ausgestrahlt.de.
Tags: nuclear
Apr 26th, 2009 Posted in Atom, Gesellschaft und Politik | no comment »
Die Katastrophe von Tschernobyl jährt sich heute also zum 23. Mal.
Viel gelernt haben die Verantwortlichen in Staat und Atomwirtschaft nicht. Die “saubere Energie” feiert derzeit eine Renaissance ohne gleichen und wird als Energie der Zukunft gepriesen. Der Bau weiterer Atommeiler belegt dies eindrücklich.
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Tags: chernobyl, nuclear, tschernobyl, ukraine
Mrz 16th, 2009 Posted in Atom, Gesellschaft und Politik | no comment »
Diskret soll die Stiftung der EnBW wirken. Vielseitig, unabhängig, ideologiefrei.
Der Bericht von Andreas Müller (Stuttgarter Zeitung, 16.03.2009) legt offen, was wahrscheinlicher ist: Atomfreunde aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft betreiben unter dem Deckmantel des Klimaschutzes Lobbyarbeit für die EnBW.
Stuttgarter Zeitung, 16.03.09
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Mai 19th, 2008 Posted in Atom, Gesellschaft und Politik | no comment »
Würde Obelix nicht in Zeiten des Römischen Reiches in einem kleinen Dorf Galliens, sondern im heutigen Schwarzwald leben, es ginge ihm vermutlich schlecht. Grund dafür wären die Folgen des Reaktorunglücks vor mehr als 20 Jahren in der heutigen Ukraine, die immer noch zu messen sind: Wildschweine im
Südwesten sind teilweise massiv radioaktiv belastet. Beim Verzehr von Pilzen nehmen sie das hochradioaktive Radio-Cäsium-137 auf, eines der Überbleibsel von Tschernobyl.
In den Stuttgarter Nachrichten war am 13.05.2008 folgender äußerst interessanter Bericht zu lesen.
Mai 8th, 2008 Posted in Atom | no comment »
In Baden-Württemberg sollen über Jahre hinweg Großbauten mit teilweise minderwertigem Beton errichtet worden sein – darunter auch das Zwischenlager des Atomkraftwerks Neckarwestheim und die Neue Messe
Stuttgart.
Ein Artikel von Uwe Ritzer in der Süddeutschen Zeitung (8.5.2008).
Aug 2nd, 2007 Posted in Atom, Gesellschaft und Politik | no comment »
Hans Brenner und Uwe Schulz, die beide ihre richtigen Namen nicht preisgeben wollen, arbeiteten lange Jahre als Monteure und Techniker in verschiedenen Atomkraftwerken in Deutschland.
Was sie an unfassbaren, sicherheitsgefährdenden und katastrophalen Zuständen im Normalbetrieb” der Kernkraftwerke Krümmel und Biblis zu berichten haben, darüber schreibt die Berliner Zeitung in einem “Artikel vom 1. August 2007+d%C3%BCbel.
Der Artikel ist hochinteressant und erschreckend zugleich!
Jan 5th, 2007 Posted in Atom, Gesellschaft und Politik, Persönlichkeiten | no comment »
Beim jährlichen Aussortieren meiner E-mails stieß ich doch tatsächlich auf folgenden Artikel, den ich wohl in den Untiefen meines Postfaches schlicht übersehen hatte.
Zu lange. Denn das Material ist zu brisant, um es dort unkommentiert zu belassen.
Am 28. September 2006 erscheint in der Berliner Zeitung ein Bericht über die zugegebenermaßen katastrophalen Zustände im Atommeiler Biblis, die der Wartungsingenieur Hans Brenner am eigenen Körper erfahren durfte. Diese betreffen sowohl die technischen Mängel, als auch die Haltung der Arbeiterschaft, der Betreiber und der Behörden.
…… …… …… …… ……
BIBLIS. “Ich gehe da nicht rein. Da stimmt was nicht.”
“Sie gehen da rein. Wenn Sie’s nicht tun, dann können Sie sich Ihre Papiere holen. Sofort.”
“Also bin ich reingegangen”, sagt Hans Brenner.
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Sep 21st, 2006 Posted in Atom, Gesellschaft und Politik | no comment »
Heute erschien es in den Nachrichten
Auch im sonst so strahlenden Laendle eigneten sich einer Studie zufolge zwei Regionen zur Errichtung eines Atommuellendlagers.
Und schon erhebt sich Protest. Denn keiner will sie haben, die atomaren Ueberreste unserer ach so sauberen Energieerzeugung. Verstaendlich.
Von mir aus kann das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Bundesregierung, Landesregierungen und den Atomstromanbietern ewig so weitergehen. Der Zeitpunkt der endgueltigen Abschaltung der deutschen Kernkraftwerke rueckt naeher, aber das Kraeftemessen, Ringen und Suchen um einen Endlagerstandort geht weiter.
Aug 7th, 2006 Posted in Atom, Was geschah am ...? | no comment »
Der Eintritt in das Atomzeitalter begann lange vor der Erbauung des ersten Kernkraftwerkes:
Am 6. August 1945 ging Hiroshima in einem nuklearen Feuersturm unter. Um 8.15 Uhr~history/HIROSHIMA/photo3-4.html Ortszeit wurde die erste Atombombe der Welt aus dem US-Bomber Enola Gay ueber der Stadt abgeworfen.
“Little Boy”, so ihr Spitzname, war jedoch alles andere als klein und niedlich und keiner, weder die Macher, noch diejenigen, die schliesslich die Abwurfgenehmigung erteilten, wusste um die unmittelbare und langfristige Zerstörungskraft, die sie entfesseln würde.
Niemand ahnte, dass die Katastrophe noch lange nicht zu Ende war, dass in den folgenden Monaten Zehntausende an unheilbarer Verstrahlung sterben würden, dass Abertausende an Krebs, Leukämie und anderen langwierigen, schleichenden Anomalien leiden würden.
Auch heute, 61 Jahre danach, versammelten sich wieder tausende Japaner im Friedenspark von Hiroshima, um der Tragoedie zu gedenken. Ausserdem rief der Buergermeister der Stadt die japanische Regierung dazu auf, sich fuer die weltweite nukleare Abruestung einzusetzen.
Was dringend noetig ist.
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Bis zum Ende jenen Jahres starben uebrigens bis zu 140 000 Einwohner.
Jun 3rd, 2006 Posted in Atom | no comment »
Wie schoen, dass wir da auch mitreden koennen, denn wir haben auch ein AKW. Und zwar direkt vor der Haustuer. Es wohnt in Philippsburg.
Wie in so vielen anderen Gebieten mit Kernkraftwerken, ist auch hier eine Haeufung von Leukaemieerkrankungen und anderen Krebsarten zu beobachten. Wahrhaben moechte das jedoch niemand. Besonders nicht diejenigen, die mit der zweifelhaften Technik taeglich immense Summen erwirtschaften.
Die erhoehte Krebsrate bei Kindern, die in einem Fuenf-Kilometer-Umkreis von Kernkrakftwerken leben, wird von offizieller Seite angezweifelt.
Um dem sauberen” Image der Atomkraft gerecht zu werden, schrecken Vertreter der Atomindustrie auch nicht vor “Manipulationen und Unterschlagungen von Daten und sonstigen unlauteren Mitteln zurueck.
Und das nennt sich dann Demokratie…