Es wundert mich so wunderlich, dass in vielen Kosmetik-, aber auch Arzneizubereitungen wie Salben und Cremes aus der Apotheke, ausgerechnet in diesen, Sojaöl und Erdnussöl als (Haupt-)Bestandteile enthalten sein müssen.
Auf jeder Keks-, Schokoladen-, Marmeladen-, Weiß-der-Geier-Was-Verpackung wird auf die möglichen Hauptallergene aufmerksam gemacht: “Kann Spuren von Erdnüssen und anderen Nüssen/ Soja/ Haselnüssen/ Gluten/ Milchbestandteilen enthalten.” Will heißen: viele KundInnen reagieren offensichtlich allergisch auf diese Inhaltsstoffe und müssen, wollen, sollen gewarnt werden.
Warum man dann ausgerechnet jene Öle nimmt, um Basiscremezubereitungen (Unguentum Leniens/Kühlsalbe (findet vor allem in der Neurodermitis-Szene und bei Kindern (!) Verwendung — besteht aus Erdnussöl) oder Badezusätze (z.B. aus der Balneum-Reihe) für besonders sensible und trockene (Neurodermitiker-)Haut herzustellen, bleibt mir (bis auf den wohl alles entscheidenden, da günstigen Preis jener Öle) ein Rätsel.
Auf den Hebammen lastet in den entscheidenden Momenten während der Geburt eines Babys größte Verantwortung. In einer der wichtigsten und intimsten Momente vieler Frauen sind Hebammen da, um zu begleiten und den Frauen den Rücken zu stärken.
Für diese Verantwortung erhalten die Hebammen, ob freiberuflich oder angestellt in Kranken- oder Geburtshaus, definitiv keine angemessene Vergütung. Nun sollen auch noch ihre Beiträge zur Haftpflichtversicherung angehoben werden und zwar so stark, dass viele beruflich gesehen das laufende Jahr nicht überleben werden.
Heute Morgen ist etwas Unglaubliches passiert: während ich meinem Kind den Schlafanzug aus- und ihm das Hemd anzog, ging mir Jackson von Johnny Cash durch den Kopf. Und ich sang es der Kleinen ein wenig vor (“…I’m goin’ to Jackson, I’m gonna mess around, Yeah, I’m goin’ to Jackson, lalalalalalaaaa…”).
Ich hätte es zu diesem Zeitpunkt sooo gerne gehört. Per Kopfhörer, im Radio, auf CD, egal, Hauptsache gehört. Ich ging zum Radio, ich hoffte auf ähnlich gute Musik (im Bad ist immer SWR1 drin, deshalb stehen die Chancen darauf gut), ich drehte das Rädchen, ich hörte “…we’ve been talkin’ ’bout Jackson, ever since the fire went out.
I’m goin’ to Jackson…”. Mir fiel die Kinnlade herunter. Whoohoo! Und ich konnte es kaum glauben.
War das jetzt Zufall? Oder wie? Dieser Vorfall hat mir den Tag nachhaltig versüßt.
Sarkasmus hat auch seine Grenzen. Die sind bei mir erreicht, wenn ich bei ebay zum wiederholten Male von verschiedenen VerkäuferInnen mit ausländischem Hintergrund auf völlig normale Fragen nach dem genauen Zustand eines Artikels eine superpatzig-sarkastische Antwort erhalte. Seltsamerweise passiert mir das immer nur bei Verkäufern mit nicht-deutschen Wurzeln. Sind die etwa besonders angreifbar? Oder eher angriffslustig? Wohl beides.
Heute lief das exakt so:
Heute morgen kam mir irgendwie der Satz “Sie können das gern mit meinem Anwalt ausmachen” in den Sinn (war ich etwa gereizt?) und ich musste spontan an den Ärzte-Song denken, aus dem diese Zeile ursprünglich stammt…
Jiiiiha!
Als ich neulich durch den Canyon ritt,
da folgten mir Indianer und die waren zu dritt.
Ich gab meinem Hengst die Sporen,
doch sie kriegten mich und ich war verloren.
Zwei hatten Pfeil und Bogen und einer ein Beil,
und ich wusste die war’n auf meine Kopfhaut geil.
“Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier!
Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier!”
Wir kamen in ihr Dorf und da sagten sie zu mir,
sie sagten:
“Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier!”
Jiiiiha!
Kein Wunder, dass ich dies indiskutabel fand
und ich sagte: “Meine Herren, dies ist ein freies Land!
Sie können das gern mit meinem Anwalt ausmachen.”
Da fingen die Rothäute an zu lachen.
Sie erklärten, meine Meinung wäre ihnen scheißegal
und sie banden mich an den Marterpfahl.
“Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier!
Du kannst gehn, aber …”
Heute wurde ich im dm-Markt Zeugin eines Gesprächs zwischen der Verkäuferin und einer älteren, äußerst übellaunigen Kundin:
“Ich brauche Nudeln. Aber man muss sie mit Soße essen können.” Verkäuferin (zeigt ihr ein Paket Bandnudeln): “Da haben wir diese hier.” Kundin: “Nein, natürlich ohne Ei!”
Verkäuferin (greift zu einer anderen Packung): “Wie wäre es mit den italienischen Bandnudeln? Die sind ohne Eier.” Kundin (lauernd): “Aus was sind die denn? Sind die auch tatsächlich ohne Ei?” — “Ja, die sind aus Hartweizengrieß und garantiert ohne Ei.” Kundin (immer noch lauernd): “Wie teuer sind die denn?”
Geärgert habe ich mich. Und zwar über eine Packung Babykekse, die wir von wohlmeinenden Verwandten für unsere Maus geschenkt bekommen hatten. Es war wirklich gut gemeint und sie konnten ja nicht wissen, dass die Kleine von den Inhaltsstoffen noch lange nichts sehen und schmecken wird.
Um genau zu sein, habe ich mich darüber geärgert, wie Eltern durch die Industrie in die Irre geführt werden, was sie ihrem Baby zu Essen geben sollen und wie solch ein Sch… auf der Packung auch noch als wertvoll angepriesen wird.
Bei den Keksen handelt es sich um “Baby Keks” von Hipp (sinnigerweise wieder mal ohne den Bindestrich, echt peinlich), eine Marke, mit der ich bislang nur Positives verbunden hatte. Bislang.
Ich habe ja in meiner doch eher kurzen Mama-Laufbahn eine Menge gelesen über die “Ersatzmilch” in Dosen. Man kommt ja nicht wirklich drum herum um die ganzen Erklärungen, welche Art von Pulver man welchen Babys in welchem Alter geben soll. In jedem Elternratgeber und jeder Babyzeitschrift sind sie zu finden.
Heute war ich im dm vor dem Babybrei-Regal gestanden. Gleich daneben Reihen von sogenannter Ersatzmilch. Ich habe mir mal die Zutatenliste eines solchen Produktes angeschaut. Und eines kann ich vorweg nehmen: niemals kann bei diesem fragwürdigem Pulver-Mix von Muttermilchersatz gesprochen werden. So eine industriell hergestellte Brühe kann nie die beste und natürlichste Babynahrung ersetzen.
Vorgestern hat die Maus ihre ersten Schritte gemacht. Hingestellt, losgelassen, sie mit einem Löffel (den sie unbedingt haben wollte) geködert und sie hat tatsächlich drei tapsige Schritte alleine gemacht. Beim dritten dann in die Knie gegangen — und vor Freude von der Schratzenmami geherzt und geknuddelt worden.
Mein Lieblingsfreund ist krank. Richtig krank. Seit mittlerweile einer Woche verbringt er neunzig Prozent des Tages im Bett, wo er dieses Mal so richtig vor sich hinfiebert. Und hustet.
Angefangen hat alles letzes Wochenende mit erhöhter Temperatur. Seitdem gleicht seine Fieberkurve der einer seismographischen Aufzeichnung eines kurz vor der Eruption stehenden Vulkans. Von 37,3° bis 39,5° war schon alles dabei. Und das Fieber schwankt schön weiter. Heute Morgen war es mit 38,3 relativ niedrig, im Moment glüht Jochen wieder mit heißen 39,1.
Und Amalia hustet und schnieft auch wieder kräftig mit, nachdem ihre Erkältung schon wieder am Abklingen war. Jetzt darf ich also zwei versorgen, einen großen und einen kleinen Hasen. Den einen Vollzeit, den anderen nur Teilzeit. Moment mal! Das ist ja eine Doppelschicht!? Richtig… *heul *
Für mich heißt das viel Vitamin C schlucken, damit mein Immunsystem seine Barriere gegen die bösen, bösen Viren und Bakterien, die mich in meiner unmittelbaren Umgebung umzuhauen versuchen, aufrechterhalten kann.