“Zum Geburtstag wünsche ich mir eine Hebamme…

… die von ihrer Arbeit leben kann!”

Auf den Hebammen lastet in den entscheidenden Momenten während der Geburt eines Babys größte Verantwortung. In einer der wichtigsten und intimsten Momente vieler Frauen sind Hebammen da, um zu begleiten und den Frauen den Rücken zu stärken.

Für diese Verantwortung erhalten die Hebammen, ob freiberuflich oder angestellt in Kranken- oder Geburtshaus, definitiv keine angemessene Vergütung. Nun sollen auch noch ihre Beiträge zur Haftpflichtversicherung angehoben werden und zwar so stark, dass viele beruflich gesehen das laufende Jahr nicht überleben werden.

Hebammen erfüllen eine der wichtigsten gesellschaftlichen Funktionen: sie schenken Leben. Sie sind es, die den Frauen helfen, die kleinen Menschen sicher ans Licht zu bringen. Nicht die Ärzte und Ärztinnen, die bei den gängigen – und zugegeben recht anonymen – Klinikgeburten mal schnell den Kopf zur Tür hereinstrecken (und mal angemerkt: ein Vielfaches an Gehalt bekommen), um sich zu vergewissern, dass die “Werte” stimmen. (Und hier sind sicher nicht die menschlichen gemeint… .)

Leben und leben lassen

Hebammen müssen von ihrer gesellschaftlich wichtigen Arbeit auch leben können. Dies ist nur möglich, wenn die Politik sich endlich dieses Problems annimmt. Der Deutsche Hebammenverband hat nun eine E-Petition auf den Seiten der Deutschen Bundesregierung gestartet. Bis Mitte Mai 2010 müssen 50.000 Unterschriften vorliegen, damit sich der Bundestag mit der Petition befasst.

Auf den Seiten des Hebammenverbandes Baden-Württemberg und des Deutschen Hebammenverbandes gibt es alles nochmals zum Nachlesen und der Link zur E-Petition.

Bitte macht mit und helft mit, die großflächige und wohnortnahe Hebammenhilfe zu sichern!

Ich habe diese Woche eine E-Mail erhalten mit dem Betreff  “Du hattest auch eine Hebamme…”, in dem es um genau diese Petition geht. Sie kam von meiner eigenen Hebamme Isabel. Und ich erinnerte mich gerne zurück an die Zeit direkt nach der Geburt, die eine schwierige war, und in der SIE mir den Rücken gestärkt und mich unterstützt und mir geholfen hat. Mit ihrem Wissen, mit ihrer Persönlichkeit, aber auch mit ihrer Zeit. Ich kann ihr dafür gar nicht genug danken. Ihre Arbeit und ihr Beistand war für mich sehr, sehr wertvoll.

Wir brauchen Hebammen! Ihr Berufsstand muss erhalten bleiben – unter besseren Bedingungen als die zur Zeit gängigen. Alle mitmachen beim Hebammen-Protest!

This entry was posted on Montag, Mai 10th, 2010 at 21:43 and is filed under Carolin, Gender, Gesellschaft und Politik. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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